~LAL~ – Like a Lady

Majestic Rose 3

Schönheit entsteht im Auge des Betrachters, sagt man. Nun, das stimmt nicht ganz. Die Ästhetik richtet sich nach strengen Beurteilungskriterien, von denen die Mehrheit sogar universell ist. Man könnte also meinen, die Leute seien in der Lage zu unterscheiden, was schön und was hässlich ist.

Aber was passiert stattdessen?

Die Welt ist voll. Voll von schlechtem Geschmack, voll mit hässlichen Dingen.

SL übrigens auch. Outfits, die gruseliger nicht sein könnten. Die totale Invasion des Schlampenlooks, Overkill der Nuttenavatare mit überbordenden Brüsten und Klavierhintern. Kurz, kürzer, am kürzesten, und darf’s beim Präsentieren noch ein wenig niveauloser sein?

Ein Quentchen mehr Hässlichkeit beim Texturieren, und schon ist ein Kleidungsstück geschaffen, das den Namen kaum noch verdient. Putzlumpen in Gürtelbreite mit glänzender Siebzigerjahre-Sisal-Textur und Faulschimmel an den Rändern trifft es eher.

Nachdem ich letztens wieder einmal Bekanntschaft mit „designter Mode“ machte, die einem die Tränen des Entsetzens in die Augen trieb, während sie gleichzeitig nur aus schlechten Templates mit schlechter Textur bestand, derweil ich erfolglos nach hübscher, elegant und stilvoll geschneiderter Neuware für mein Inventar suchte, reichte es mir.

Was die können, kann ich auch – aber besser!

Wenn es keine Mode für die niveauvolle Dame im fortgeschrittenen Alter und mit einem gewissen Anspruch an sich selbst mehr gibt, muss ich sie eben selbst herstellen.

Lange, elegante Kleider, hochgeschnittene Blusen, angenehme, das Auge erfreuende Muster und Farben. Schöne Materialien – durchaus mit erotischem Touch dort, wo es hinpasst, aber niemals nuttig. Raffinierter Sex-Appeal entsteht da, wo mehr verhüllt als gezeigt wird. Wo nur angedeutet, statt mit der Pornokeule mitten ins Gesicht gehauen wird. Es ist an der Zeit, den Schlampenoutfits  den Kampf anzusagen!

Und so wurde ~LAL~ geboren. ~LAL~ steht für „Like a Lady“ und wird immer mal wieder ästhetische Mode, Einrichtungsgegenstände und Accessoires für die Dame von Welt herausbringen.

Elegant Rose 0

Meine ersten beiden Kleider stehen inzwischen online, und ich bin wirklich gespannt, ob es eine Zielgruppe dafür geben wird.

Wer schauen mag: Fotos im Anschluss an diesen Beitrag, und zu meinem Laden am Marketplace geht es hier entlang:

https://marketplace.secondlife.com/de-DE/stores/196714

 

Elegant Rose 1

 

Elegant Rose 5

Elegant Rose 3

Elegant Rose 2

Majestic Rose 2

Majestic Rose 1

Majestic Rose 4

Majestic Rose 6

Majestic Rose 5

Die verfügbare Herrin

SL ist pervers. Das ist nun nichts Neues, werden viele sagen, das wussten wir schon immer.

Aber „pervers“ ist hier tatsächlich im Wortsinn gemeint und sagt aus: Etwas läuft in die falsche Richtung, ganz gewaltig sogar. Es geht mir heute um die verfügbare Herrin.

Die Formulierung wird Irritationen auslösen, beschreibt aber einen in SL völlig alltäglichen und nicht hinterfragten Umstand, der mich immer mehr stört, je öfter ich ihn erlebe.

Der normale Modus des Zusammenkommens von Herrin und Sklave (die nicht fest zusammen sind und sich allenfalls flüchtig kennen – nur um diese Konstellation geht es) jenseits der Gruppen und öffentlichen Treffpunkte besteht nämlich bedauerlicherweise darin, dass der Sklave, sobald er eine LM zur SIM der Herrin besitzt (welche sie ihm gar nicht gegeben haben muss, manchmal bekommt man sie über das Profil oder eine Gruppe) bei der Dame zuhause aufploppt und erwartet, dass sie dort verfügbar ist.

Hat die Herrin ein privates Zuhause mit Orb, wird er damit keinen Erfolg haben.

Führt die Dame aber eine öffentliche oder halböffentliche SIM, so tut sie gut daran, dort nicht gleichzeitig auch zu wohnen, denn sonst wird sie kaum noch Ruhe finden in ihrem trauten Heim.

Hier läuft doch etwas ganz gewaltig schief im Verhältnis zwischen Herrin und Sklave, denn warum entscheidet der Sklave, wann er auftauchen möchte und „Lust hat“? Mir ist aufgefallen, dass ich von keinem der Möchtegern-Jungs, die mich regelmäßig auf Viata heimsuchen, deren Home-LM habe. Warum eigentlich nicht? Bei einigen subs ist sicherlich die Geiz-ist-geil-Einstellung der Hintergrund, und dass sie sich darum kein Zuhause leisten, bei sehr vielen anderen wird aber die Meinung vorherrschen, dass ihr Land/ ihre Parzelle/ ihre SIM ihr Privatbereich ist, wo sie ungestört sein möchten. Keiner mag, während er baut, am Ava bastelt, mit Kleidung herumexperimentiert oder Besuch hat, aufploppende Herrinnen vor der Nase haben. Und Lust hat sub schließlich auch nicht immer – da ist es für ihn viel praktischer, wenn die Macht darüber, wann und wo der Kontakt stattfindet, beim Sklaven liegt. ^^
Warum gilt das eigentlich umgekehrt nicht?

Ich werde regelmäßig bemault, warum ich so selten auf Viata anzutreffen sei.

Nun, ich wohne nicht da, zum Glück.

Als ich das kürzlich einem Möchtegern-Sklaven erklärte, der mich fragte, warum ich zwar online sei, aber nicht auf meiner SIM bin, wurde er fast sauer. Das sei ja quasi Verarsche, dass ich nicht da wohne – da KÖNNTE man mich ja gar nicht antreffen! Er sei fest davon ausgegangen, dass ich dort sei, wenn ich online bin!

– Und wieder jemand, der erwartet, dass ich verfügbar bin.

Ich werde gefragt, warum ich überhaupt eine SIM bezahle, wenn ich nicht dort wohne. Nun, das sollte man mal meine Sorge sein lassen, wofür ich meine SIM verwende.

Ich werde gefragt, wo denn dann mein privates Zuhause sei. Man hätte gerne die LM, damit man dann da nachschauen kann, wenn ich nicht auf Viata bin. Netter Versuch.  ^^

Kam ich früher online, sprangen sofort bis zu zehn Chatfenster auf. Typen, die offenbar nur darauf gelauert hatten, dass eine Herrin online kommt, und deren Freundschaftsanfragen ich damals, naiv wie ich war, nach einem kurzen ersten Gespräch positiv beantwortet hatte. Die Jungs verhielten sich, als hätte ich damit einen Vertrag unterzeichnet oder ein Versprechen gemacht, und sie hätten nun ein Anrecht auf mich, kaum dass ich online kam. Ich nannte sie recht schnell „Habicht-Sklaven“. Habicht-Sklaven sind das Gegenstück zur Zecken-Kajira (das ist auch so ein Herzchen, das man nicht mehr loskriegt ;-)). Als ich anfing, deswegen meinen Online-Status zu verbergen, erntete ich wütende Reaktionen. Inzwischen habe ich meine Freundesliste gesäubert. 🙂

Für manche Leute scheint es schwer nachvollziehbar zu sein, dass ich in SL auch noch etwas anderes zu tun habe. Und dass ich mich keineswegs nur durch meinen Status als Femdom dazu verpflichtet habe, als oberste Priorität vor meinem eigenen Spielspaß und meinen eigenen Projekten alle devoten Jungs glücklich zu machen.

Halte ich mich alleine auf meiner SIM auf, ist für aufploppende Sklaven immer sofort klar, dass ich nur auf sie gewartet habe. Denn da ist ja keiner, und ich habe in ihren Augen eh nichts zu tun (außer sie jetzt sofort und gleich zu dominieren natürlich ^^). Dass ich gerade baue, ein RP vorbereite, mit jemand anderem spreche – alles unwichtig. Wichtig ist allein der notgeile sub, der die verfügbare Herrin alleine auf ihrer SIM erwischt hat *ironie off*

Bin ich sichtbar mit jemand anderem zugange, sind die meisten immerhin höflich und lassen einen in Ruhe. Die unhöflichen platzen mitten hinein und wollen zuschauen oder eingebunden werden oder labern einen mit unwichtigen Fragen voll und stören das RP. Die ganz unhöflichen gehen sogar so weit, zu verlangen, dass das RP mit dem anderen abgebrochen wird und man sich sofort ihnen widmet. Das habe ich allerdings zum Glück nur einmal erlebt. ^^

Woher kommt diese Erwartungshaltung?

Sicher, im RL kennt man die Adresse des örtlichen Domina-Studios, das ist allerdings ein kommerzielles Unternehmen und damit etwas völlig anderes als eine private dominante Dame ohne finanzielle Interessen.  Vermutlich steckt hinter den Ansprüchen auf die verfügbare Herrin die im Internet weit verbreitete irrige Meinung, dass alles, was im Katalog zu sehen ist, auch zu haben ist. Sprich, wenn man einige LMs von Herrinnen gesammelt hat, surft man diese halt ab, sobald man Lust hat, und erwartet, dass man irgendeine alleine erwischt und die dann in Aktion mit einem geht.

Insgesamt halte ich diese Haltung aber für völlig verkehrt, und sie macht jeden Einzelnen dieser Möchtegernsklaven für mich unattraktiv.

Denn eigentlich – müsste es genau umgekehrt sein.

Und Achtung – jetzt beginnt das Kribbeln *g*.

Anderer Higu_009

Ich stelle mir vor, ich bekomme statt der üblichen dämlichen Anfragen „Greetings Miss!“ oder „Hi, wie geht’s?“ einfach eine diskrete NC zugeschoben. Ohne dass nachgehakt wird oder eine Antwort erwartet wird. Darin befindet sich eine LM und ein paar Daten zum Sklaven – was mit ihm möglich ist, was nicht – und die Ansage, dass er abholbereit ist für die dominante Dame, die Interesse hat. Immer vorausgesetzt, er ist da und es ist nicht schon eine andere bei ihm. Sonst aber immer und gerne, wenn er zuhause ist.

Die LM führt in sein Zuhause. Das muss gar nichts großes sein, eine kleine Skybox oder eine Mini-Parzelle reicht. Ein paar wenige BDSM-Möbel, falls man ihn gleich vor Ort kennenlernen möchte. Und ansonsten – kann man ihn mitnehmen, zu sich nach Hause, zu einer Shopping-Tour, als Begleiter für ein Adult-RP auf einer RP-SIM. Eben alles, was laut NC des Sklaven nicht zu den Limits gehört, und worauf aber die Herrin, die jetzt die Auswählende ist, Lust hat. Denn jetzt ist nicht mehr die Herrin verfügbar, sondern der Sklave – und alles ist genau so,  wie es sein muss.

Himmel, wäre das reizvoll. 🙂

Aber da die „Herren“ Möchtegern-Sklaven es eh nicht raffen werden, wird es bei der reizvollen Vorstellung bleiben. Träumen ist erlaubt. 🙂

Rache!

Me in SL_004

Sie war heimgekehrt. Und kaum hatte sie wieder einen Fuß auf ihre Insel gesetzt, hatte sich ihr Sinn geklärt, war sie sich ihrer selbst bewusst geworden, lag auf einmal das Geschehene wie durchsichtiges Glas vor ihr und brachte ihr Erkenntnis.

Ein Zittern hatte sie erfasst, hatte sie durchrast, in ihren Sinnen gedröhnt, ihr Blut zu kochenden Temperaturen gejagt. Und dann hatte sich ein Wutschrei ihrer Kehle entrungen, der den Turm hinaufschoss, in den Treppen und Gewölben wiederhallte und das Meer um die Insel in Aufruhr brachte.

Me in SL_077

Me in SL_046

Me in SL_039

Er hatte sie hereingelegt. Ihre menschliche Schwäche hatte er ausgenutzt, ihr Nicht-Sehen, ihr Nicht-Sein außerhalb dieser Mauern. Nun erkannte sie, wer und was er war, und ihr Zorn war grenzenlos. Einer wie er… einem wie ihm war es gelungen, sie zu binden, sie hinters Licht zu führen. Es hatte keine Relevanz an diesem Ort, die würde es niemals haben, aber sobald sie die Insel wieder verließ, könnte es relevant werden. Es durfte nicht so bleiben. Niemals durfte es so bleiben.

Das einzige, was sie diesem verblendeten Waghalsigen zugute halten konnte, war, dass er nicht gewusst hatte, wen er vor sich hatte, dass er sie nicht erkannt hatte. Woher sollte er auch – sie erkannte sich ja selbst nicht, wenn sie durch die Welt schritt. Nichts, nicht die kleinste Andeutung, nicht der Hauch einer Erinnerung blieb ihr, sobald sie diese Insel verließ. Selbst von Weggefährten, von Verwandten im Geiste wurde sie nicht erkannt. So war auch er einer, ein Getriebener, Haltloser, in gewisser Weise auf der gleichen Seite Stehender wie sie, fast ein entfernter wenn auch niedrigrangiger Verwandter, der sich desssen nicht bewusst gewesen war.

Dennoch würde sie diesen Frevel ahnden. Und ihre Rache würde fürchterlich sein.

Sie betrat den unteren Kerker und sah in das spiegelnde Wasser, das den Zugang zum Abyss maskierte. Sorgfältig verbarg sie ihr Wesen, dann sandte sie wie feingliedrige Finger, wie ein leises unmerkliches Wehen den Ruf nach ihr aus. Sie hatte Zeit… aber es galt, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Das, was nicht sein durfte, was nicht bleiben durfte, würde ausgelöscht werden. Bald…

Me in SL_062

Me in SL_084

Me in SL_080

Neues bei guten Freunden

Snapshot_214

Oh ja….
Weekend, und da flattert über einen abonnierten Blog ein Beitrag herein, bei dem man nur noch zustimmend nicken kann. Wackeldackel-Feeling pur. Weil einem die Situation so unglaublich vertraut ist, weil man jedes einzelne Wort nachempfinden kann.

Was was los? – Alles überlagerndes, von Dritten erzwungenes Admingedöns in einem mühe- und liebevoll vorbereiteten RP-Plot. So schlimm, dass man schon fast keine Lust mehr hat, den letzten Teil zu Papier zu bringen. Verursacht durch die immer gleiche Spielersorte, die, die „keinen Funken Loyalität zum Spielort besitzen“. Stimmt! – Und doch wagt man sich immer wieder neu daran. Man gönnt sich Pausen, lässt die Dinge sacken, und bekommt dann doch wieder Lust auf einen Plot, der zündet, der die eigene Phantasie zum Funkeln bringt, und von dem man weiß, dass er auch andere mitreißen und begeistern wird. Um die ganz anderen, die OeFLzS (= Ohne-einen-Funken-Loyalität-zum-Spielort-Spieler), muss man ‚drumherumspielen‘. Hat mir eine sehr weise Person mal gesagt. Seit ich mich daran halte, geht es mir besser in meiner Funktion als RP-Admin. Und so organisiere ich auch immer mal wieder was, mit Pausen dazwischen (um mich vom letzten Frust zu erholen *g*), aber dann doch immer wieder mit eigener Begeisterung. Ich weiß, du wirst es auch wieder tun :-). Good luck!