Hinweise für Sklaven

Aus gegebenem Anlass bin ich zur Zeit nicht auf der Suche :-). Sollte sich daran etwas ändern, verschwindet der Absatz hier. Ich danke dir für dein Interesse!

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  1. Hierarchie

Eine D/s-Beziehung ist eine hierarchische und asymmetrische, keine gleichgestellte Beziehung. Das sollte jedem Interessierten von Anfang an bewusst sein. Sklave zu sein, bedeutet Kontrolle abzugeben und sich fallen zu lassen, sich meiner Führung anzuvertrauen. Ich goutiere keine offenen oder versteckten Versuche, das D/s-Verhältnis zu manipulieren. Meine subs dürfen zu regelmäßigen Zeitpunkten ihre Wünsche und Vorstellungen äußern und mir auch gerne die eine oder andere Phantasie zukommen lassen. Was davon wann und wie ausgelebt wird und ob überhaupt, entscheide allerdings ich.

  1. Der erste Eindruck

Wer sich bei mir bewerben will, schreibt mir am besten eine Notecard, in der er sich kurz vorstellt. Ein paar Eckdaten zu Vorlieben und Tabus, gerne eine oft geträumte Lieblingsphantasie, und bitte auch ein, zwei Sätze dazu, warum gerade du der geeignete Sklave für mich sein könntest.

Es ist dir zu viel Aufwand, solch eine Notecard zu verfassen? – Dann solltest du es besser bei jemand anderem versuchen. 🙂

Es gibt grundsätzlich ein paar Dinge, die du beachten solltest…

Lady Aranea und zwei Sklavinnen

Ich bin eine Lady und werde gesiezt. Alternativ geht auch die historische Höflichkeitsanrede Ihr/ Euch. Die stillose Duzerei aber, die sich teilweise unter den subs im Erstkontakt mit einer Domme ausgebreitet hat, ist ein Unding. Ich bin weder das Girl next door noch deine Kumpelfreundin aus Grundschulzeiten. Es ist schon recht fatal, wenn ein sub, der sich eigentlich eine feste Anstellung bei einer Herrin wünscht, diese dann auf einer dumm-vertraulichen Ebene kontaktiert. Natürlich rede ich auch mit dir, wenn du mich duzt (ich bin nebenbei ja auch noch ein ganz normaler Mensch *g*, führe auch einfach so mal gerne ein gutes Gespräch und habe ganz normale Bekanntschaften und Co-Domme-Freundinnen), aber ich nehme dich dann nicht als sub wahr, sondern als StiNo, als potentiellen Kumpelfreund, temporären Laberpartner, whatever. Aus dieser Ecke wieder herauszukommen, ist schwer, weil der Zauber des Anfangs fehlt. Wenn du also an mir als Domme interessiert bist, solltest du von Beginn an die Weichen richtig stellen und mir durch deine Anrede und Körpersprache signalisieren, in welcher Position du mir begegnen möchtest.

Stichwort Körpersprache: Hier gilt das gleiche wie bei der Anrede. Natürlich kannst du mich ansprechen und dabei ganz normal vor mir stehen. Aber auch hier riskierst du, dass ich dich dann als zukünftigen Kumpelfreund sehe, nicht als zukünftigen sub. Wenn du hingegen dieses ganz bestimmte Kribbeln bei mir auslösen willst, den Domme-Interesseninstinkt und das Haben-will-Gefühl, solltest du von Anfang an auf die Knie gehen und da bleiben.

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

  1. Vorlieben und Erwartungen

Ich bin eine sehr klassische Domme. Meine Vorlieben im BDSM-Bereich sind konservativ, fast zu sagen spießig ^^, wenn man sieht, was heutzutage alles IN ist. Ich mag keine bleibenden Verletzungen und sehe keinen Sinn darin, meine Sklaven zu verstümmeln, zu zersägen, zu töten und aufzuessen. Ebenso differenziere ich im Dirty-Bereich – ein bisschen Blut ist okay, KV bitte nicht, NS hingegen ist prickelnd.

Ich bin weder Extrem- noch Kuscheldomina.

Sehr gerne lasse ich mich bedienen und anbeten – Worship- und Footfetish-Fans kommen voll auf ihre Kosten – oder reite meine Sklaven beim Ponyplay persönlich zu. Ich erziehe die meinigen konsequent nach meinen Vorstellungen, bestrafe und demütige mit Vorliebe und habe einen weiteren Schwerpunkt bei historischen Rollenspielen.

BDSM sollte Stil haben. Ich werde niemals laut oder vulgär. Konsequenz geht anders, Autorität ist eine Frage der Persönlichkeit, und dominant ist nicht derjenige, der am lautesten brüllt (oder sich am peinlichsten aufführt ^^).

  1. Erotisches

Sex spielt für mich in einer D/s-Beziehung eine absolut untergeordnete Rolle. Gleichrangige sexuelle Begegnungen zwischen Domme und sub gibt es bei mir gar nicht – wer bin ich denn, ich steige doch nicht mit meinen Sklaven in die Kiste.

Ebensowenig lege ich bei sub Hand an oder sehe meine Aufgabe darin, ihm zur Befriedigung zu verhelfen. Ich zeige mich niemals nackt und ich finde es unpassend, mit irgendwelchen W***-Phantasien belästigt zu werden.

Es kann passieren, dass mir sehr vertraute und bereits längere Zeit dienende Sklaven irgendwann auch für intime Dienste (einseitig, nicht gleichrangig) zur Verfügung stehen dürfen. KANN, nicht „wird in jedem Fall passieren“. Im Mittelpunkt steht dann aber ganz klar meine Befriedigung und nicht die der subs.

Wer in BDSM nur eine weitere Variante des Kinky-Sex sieht und eine dominante Frau für eine hält, die halt beim Sex oben liegt und dabei ein bisschen mit der Gerte rumfuchtelt, bei der man aber letztlich doch den gleichen „Service“ und das gleiche Ergebnis bekommt wie bei einer StiNo-Frau, der ist bei mir definitiv falsch und bewirbt sich bitte direkt bei einer anderen, die das in dieser Form praktiziert.

  1. Verantwortung

Verantwortung für das Gelingen einer D/s-Beziehung trägt entgegen landläufiger Vorstellungen nicht nur der dominante Part. Auch der submissive Part hat seinen Anteil daran.

Worin liegt deine Verantwortung?

BDSM braucht Kommunikation, und zwar deutlich mehr als eine normale Beziehung. Dein Feedback, deine Rückmeldungen sind wichtig, sowohl ingame als auch auf der Metaebene. Eine Session, in der sub mitgeht und seine Gefühle und Gedanken spiegelt, wird deutlich intensiver und atmosphärischer werden als eine, wo sub sich passiv berieseln lässt und ich raten muss, wie sein Inneres aussieht.

Ein Feedback per NC nach dem Spiel kann die Inspiration für die nächste Begegnung sein. Wichtig sind auch die Phasen offenen Sprechens, damit ich weiß, worin du deine Freude findest und wo Ängste und Grenzen liegen.

Wenn ich dir eine Aufgabe oder einen Auftrag für die Zeit meiner Abwesenheit gebe, ist das keine Option, sondern obligatorisch. Ich erwarte dann auch, dass es erledigt wird.

Vielleicht profan, aber auch wichtig: Hinterher wird aufgeräumt.

Ich finde es grausig, wie so manche BDSM-SIM aussieht. Jeder latscht durch und grabbelt alles an, um es hinterher gleichgültig liegen zu lassen. Das möchte ich bei mir ganz sicher nicht haben, ich lege Wert auf eine authentische und anregende Umgebung. Ich leite eine BDSM-SIM und nicht das Bällchenbad vom IKEA-Kinderparadies! Es mindert doch stark die Atmosphäre, wenn überall rosa und babyblaue Bälle herumfliegen, gerezzte Möbel kreuz und quer stehen und nicht mehr eingepackt wurden, und dazwischen noch ausgeklappte Anleitungsfähnchen wehen. ^^

  1. Männer, Frauen, Menschen

Wichtig ist deine Neigung, nicht dein Geschlecht, Alter, Erfahrung, oder wer du IRL oder ISL bist.

Ich fühle mich von Menschen mit devoter Veranlagung angezogen, sie sind mir auf Anhieb sympathisch. Wer einfach seiner Neigung folgt, hat also beste Chancen bei mir, unabhängig von äußeren Gegebenheiten.

„Ich mag devote Menschen aller Art“ bedeutet: ja, ich mag Frauen und Männer gleichermaßen. Also Jungs, ihr seid mir willkommen. 🙂

  1. Geld und Geschenke

Ich nehme kein Geld. Aus Prinzip nicht. Ich bin keine Dienstleisterin.

IRL habe ich einen wirklich gut bezahlten Beruf, da kann ich mir mein sündiges Laster ^^ „SL“ problemlos leisten. Meine Aufgabe sehe ich folglich darin, den Rahmen für die D/s-Beziehung zu schaffen. Deine Aufgabe ist es, mir zu dienen.

Es gibt für meine festen Sklaven auch keine versteckten Kosten in Form von teuren Geschenken, „Beteiligung“ an der Ausrüstung oder der Miete. Ich habe eine eigene SIM mit entsprechender Ausstattung und verschieden gestalteten Spielwelten. Sie ist rein privat und man kommt nur mit Einladung rein – man hat dort also völlige Ruhe, Sicherheit und Diskretion bei jeder Art von D/s-Begegnung.

Für öffentliche Begegnungen und als RP-Welt auch für andere D/s-Paare, Gruppen, Besucher und Fans habe ich VIATA INDURI . Diese SIM ist für alle frei zugänglich und darf gerne genutzt werden. Ich selbst bin dort regelmäßig anzutreffen, für die ganz privaten 1:1-Momente mit meinen persönlichen Sklaven ziehe ich mich aber gerne zurück.

Wenn ich dich als meinen persönlichen Sklaven annehme, will ich von dir keine finanziellen Gaben, sondern etwas anderes. Ich will deine Unterwerfung, deine Hingabe, deine Gefügigkeit, dein Flehen, deine Schmerzen und deine Schreie.

Gleichzeitig sollte dir aber bewusst sein, dass dadurch, dass der Faktor Geld&Geschenke wegfällt, du mir auf der submissiven Ebene wirklich etwas bieten musst, was mich anzieht und zufriedenstellt.

SL ist für mich Freizeit und Vergnügen.

Ich werde meine Zeit nicht mit jemandem verschwenden, bei dem ich das Gefühl habe, dass es nicht passt und dessen Spiel mich nicht anregt. Ebensowenig werde ich mich mit einer Person abgeben, der ich nicht mit Vorfreude begegne und deren Treffen mir kein Vergnügen bereiten. Bei dauerhafter Unzufriedenheit meinerseits mit dir gibt es keine extralange Session mit noch fantasievollerer Folterung, sondern du fliegst ganz einfach raus. Ich werde dich nicht als festen Sklaven und auch nicht für gelegentliche Sessions nehmen aus „Höflichkeit“, „Mitleid“, „sozialem Denken“, „man kann doch mal ’ne Ausnahme machen“ oder „man kann es doch mal probieren“.

Nein.

Ich habe mit 19 Jahren angefangen, BDSM im realen Leben zu praktizieren, mit Pausen wegen der Familie und des Berufs, inzwischen bin ich 42. Du hast eine lebenserfahrene Frau und reinrassige Domme vor dir, keine umerzogene Sklavin, Goldgräberin oder Antesterin.

Ich weiß, wie ich mit dir umgehen muss, aber auch mit mir selbst.

Ich kenne mich und meine Neigung.

Ich weiß, was ich will.

4 Gedanken zu „Hinweise für Sklaven

  1. Verehrte Herrin,
    ich möchte mich gerne als Ihr Sklave bewerben. Ich bin gern am Halsband und folge bei Fuß bzw dem, was meine Gebieterin wünscht.
    Ihr Diener Frank

    Gefällt mir

  2. Sehr geehrte Herrin.
    Ich bin mit allem einverstanden was Sie mit mir machen möchten ohne wenn und aber der Sklaven Körper ist Ihr Eigentum. Ich habe nur eine
    Bitte mich für immer Keusch zu halten und habe ein Tabu und das ist Kv
    Sklave Heinz

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